Gründung

Bericht von Klettgauer Zeitung

31. Oktober 2003

Am letzten Freitag wurde im Tuffstein-Keller der Gründungsakt des Kulturvereins Hallau vollzogen. Was seit anfang dieses Jahres durch eine initiative und kulturell befliessene Gruppe vorbereitet wurde, ist mit der Einsetzung der Statuten und der Wahl des ersten Vorstandes nun offiziell. Primäres Ziel des neuen Vereins ist die Wahrung der kulturellen Interessen der Bewohner und der Region, vor allem in den Bereichen Musik, Literatur und Kunst.

Erfreulich viele Interessierte haben sich am letzten Freitagabend im wirkungsvollen Volg Tuffstein-Keller eingefunden, um der Gründung des Kulturvereins Hallau beizuwohnen oder sogar gleich beizutreten. Bis es aber soweit war, mussten zuerst die Statuten genehmigt und ein Vorstand gewählt werden. Nach der musikalischen Einstimmung durch ein Kammerorchester begrüsste Kurt Ranft die Anwesenden und versuchte den Begriff Kultur näher zu ergründen und es war aus seinen Worten unschwer herauszuhören, dass die Definition von Kultur nicht so ohne weiteres auf ein paar wenige Dinge reduziert werden kann. Der Verein möchte sich aber nicht im Kulturdschungel verlieren, sondern vor allem in den Bereichen Musik, Literatur und Kunst seine Aktivitäten sehen. Alle Richtungen und Strömungen sollen angemessen vertreten sein, damit sich ein möglichst breites Zielpublikum aller Bevölkerungsschichten angesprochen fühlt.

Marcel Abry, Verkehrsvereinpräsident und aktiver Mitgestalter der Vorbereitungsgruppe, wurde zum Tagungsleiter bestimmt. Er lies wie zuvor Kurt Ranft nochmals kurz den Werdegang bis zur Gründungsversammlung revue passieren. Seit der Verabschiedung von Vreni Gröber (Kammermusik) vor gut einem Jahr hatte die Gruppe Zeit, alles nötige vorzukehren, um den letzten Akt der Vereinsgründung zu vollziehen. Die Statuten, welche für eine Gründung eines Vereins nötig sind, wurden besprochen und einzelne kleine Änderungen vorgeschlagen und übernommen, bis mit der zustimmenden Schlussabstimmung die Statuten sogleich in Kraft traten. Der zweite Akt beinhaltete die Wahl des Vorstandes, damit der Verein auch aktiv werden kann. Erfreulicherweise konnten die vorgesehenen Chargen allesamt besetzt werden: Kurt Ranft (Präsident), Jörg Schemel (künstlerischer Leiter), Ferdi Wehrli (technischer Leiter), Otto Schwarb (administrativer Leiter), Irena Rütschi (Kassierin), Myrtha Studer (Aktuarin), Ursula Schwarb (Beisitzerin) und als Revisoren amten Ursi Regli und Kurt Pletscher. Der Vorstand wurde mit grossem Applaus und allen guten Hoffnungen für eine erspriessliche Arbeit gewählt. Danach sind Budget, Mitgliederbeiträge und Jahresprogramm vorgestellt und abgenommen worden. Die ersten Amtshandlungen wurden demnach lanciert und der Aufruf zum Vereinsbeitritt erzielte sogleich erste Erfolge.

Dank und Glückwünsche

Im Anschluss an den offiziellen Teil, welcher immer wieder musikalisch begleitet wurde, war es Zeit für Glückwünsche und Dankesworte. Der neue Präsident Kurt Ranft durfte an diejenigen Personen, die massgeblich mitgeholfen haben, den Kulturverein Hallau aufzubauen und zu unterstützen, dankende Worte aussprechen und ein kleines Geschenk überreichen; speziell an Vreni Gröber, die ihr grosses Wissen aus ihrer langen Tätigkeit im Zusammenhang mit Musik-Konzerten einbrachte und Marcel Abry, der nicht nur als Tagesleiter fungierte, sondern auch mit dem Verkehrsverein wertvolle Zusammenarbeit zelebrierte. Auch Gemeindepräsident Werner Pfistner dankte aufrichtig und wünschte dem jüngsten Hallauer Verein alles Gute und er sei zuversichtlich, dass die angestrebten Ziele der Kulturförderung einen Aufschwung erleben wird.

Erste Bewährungsprobe

Bereits an diesem Samstag steht die erste Prüfung für den Verein an. In der Bergkirche gastiert das bekannte EOS-Guitar-Quartet und es ist dem Verein zu wünschen, das viele Zuhörer in der Bergkirche kommen werden. Es wäre sicherlich ein grosser Motivationsschub auf dem weiteren kulturellen Weg. In absehbarer Zeit stehen weitere Projekte in Aussicht. Als erstes will man vor allem im Musikbereich erste Anlässe organisieren, sich dann aber bald auch den anderen kulturellen Leitlinien Literatur, Kunst usw. widmen. Jedenfalls, werde der Verein keine Konkurrenz zu den angestammten Vereinen im Dorf bilden, sondern mit diesen zusammen ein Miteinander pflegen.

Zur fortgeshrittenen Stunde und noch darüber hinaus, durften alle Anwesenden auf einen gelungenen Abend und einen weiteren aktiven Verein in Hallau anstossen.
 

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